Vom 9. April bis zum 27. Mai zeigen wir die neue Ausstellung "In Unordnung" mit Gemälden von Sebastian Ritschel (Hamburg) und Robert Schwark (Leipzig & Berlin).

"In Unordnung" klingt fast, als ob alles "in Ordnung" wäre. Doch Ordnung kann augenblicklich in Unordnung umschlagen und vice versa. Was eben noch in Ordnung schien, gerät unmerklich in Unordnung und nach ein wenig Gewöhnung findet sich in jeder Unordnung eine neue Ordnung.

Aber wie geht die Kunst mit diesen beiden Seiten derselben Medaille um? Die beiden abstrakten Maler Ritschel und  Schwark nähern sich dem Thema der "Un-Ordnung“ aus grundverschiedenen Perspektiven. Ritschels Ordnung liegt in Unordnung. Bunte Linien ziehen teilweise wie Schlangen durch seine Bilder, verknoten und lösen sich, brechen plötzlich ab oder überwinden die Grenzen der Leinwand. Seine Ordnung findet er im Detail, in der Perfektion von digitalem Druck und Pixel. In Schwarks Bildern hingegen scheint zunächst alles in Ordnung. Die betörenden und akribischen Formen sind technisch so perfekt, dass man hinter ihrer Herstellung eine Maschine vermuten könnte. Schaut man sich jedoch die einzelnen Felder und Linien ganz genau an, kann es passieren, dass die Augen durch die Strukturen und Variationen zu flimmern beginnen und die vordergründige Ordnung unerwartet in Unordnung gerät.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!